Bei der Wahl zum 8. Jugendbeirat am 20. Oktober 2025 mussten drei interessierte Jugendliche ihre Kandidatur zurückziehen. Der Grund? Sie wohnten nicht in Falkensee sondern in der Umgebung, kamen beispielsweise aus Finkenkrug oder Brieselang, wo es allerdings keinen Jugendbeirat gibt. Trotzdem hatten alle drei eine große Verbindung zu Falkensee, da sie zum Beispiel hier zur Schule gehen. Da kam bei uns die Frage auf: Ist das fair? Sollten nicht alle Jugendlichen die Möglichkeit bekommen, aktiv gegen die Probleme vorzugehen, mit denen sie selbst in einer Stadt regelmäßig umgehen müssen? Darum wollen wir als Jugendbeirat unsere Aufnahmeregelungen verändern, um zukünftig allen engagierten Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, sich in Falkensee einzubringen, wenn ihr Lebensmittelpunkt in der Stadt liegt.
Dafür brauchen wir die Unterstützung von mindestens 19 Stadtverordneten, denn die Regeln für eine Aufnahme in den Beirat sind in der Hauptsatzung der Stadt festgeschrieben. Um diese zu ändern, müssen wir mit einer (oder mehreren) Partei(en) zusammenarbeiten. Diese bringen einen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein, der unsere Begründung für die Änderung, sowie einen Vorschlag zur Überarbeitung des Teils der Satzung enthält, der sich auf den Jugendbeirat bezieht. Wird dieser angenommen, dann können sich schon bei der nächsten Wahl zum 9. Jugendbeirat 2026 alle Jugendlichen aus Falkensee und Umgebung zur Wahl stellen, die Interesse daran haben, die Stadt, in der sich ihr Lebensmittelpunkt befindet, mitzugestalten, mitzuverändern und vor allem mitzuverbessern.